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Dies ist das Workshop-Programm der LCOY Austria 2019. Für weitere Programmpunkte checkt bitte die Seite Programm. Durch Klicken auf die Sessions könnt ihr alle Parallelworkshops einsehen und eure Favoriten markieren.

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Samstag 9 Nov 2019

09:30 - 12:30 Nr.1 Parallel-Workshops

Cop in my City

CliMates Austria

Sa 09:30 - 12:30

Die globalen Folgen unserer Ernährungsgewohnheiten

Kurt Schmidinger

Der IPCC-Bericht vom August 2019 hat es endlich mal von "oberster Stelle" klar auf den Punkt gebracht: Wir müssen Fleisch reduzieren, um die Klimakrise begrenzen zu können. Aber es gibt auch viele weitere Studien, und der Konsum von 75 Milliarden Nutztieren pro Jahr weltweit hat abseits vom Klimawandel auch noch andere massive Auswirkungen. Welche das sind, und was die Alternativen sein können, darum geht's in diesem Workshop. Werden wir Fleisch aus Zellen züchten, oder pflanzliche Alternativen schaffen, wie realistisch ist eine Ernährung als "Jäger und Sammler", oder ist die Zukunft vegan?

Kurt Schmidinger hat einen Master in Geophysik und einen Doktor in Lebensmittelwissenschaftler und beschäftigt sich mit Alternativen zu Tierprodukten, sowohl in seinem Projekt futurefood.org als auch in Zusammenarbeit mit vielen Organisationen weltweit . Er ist zudem IT-Softwareentwickler und Tierschutz- und Umweltaktivist.
Sa 09:30 - 12:30

Globle Ressourcenflüsse und Fußabdrücke

Stefan Giljium (Wirtschaftsuni Wien)

Wie viele natürliche Ressourcen verbrauchen einzelne Länder und die Menschheit insgesamt? Welche Rolle spielt dabei die Globalisierung? Kann die Wirtschaft auf unserem Planeten unendlich weiterwachsen? Und wie hängt das alles mit meinem eigenen Konsum und Lebensstil zusammen?

Im ersten Teil dieses Workshops blicken wir auf die Ebene von Ländern und Weltregionen und diskutieren, wie sich etwa Industrie- und Entwicklungsländer in ihrem Ressourcenverbrauch unterscheiden und welchen Einfluss der internationale Handel hat. Die TeilnehmerInnen werden dabei in Kleingruppen jeweils ein Land auswählen, das sie sich im Detail ansehen wollen, und ein Online-Tool auf dem Smartphone nutzen, um Fragen des Ressourcenverbrauchs und der Zusammenhänge mit dem Wirtschaftswachstum zu reflektieren.

Im zweiten Teil gehen wir dann der Frage nach, wie diese großen Trends mit den Konsumentscheidungen jeder/jedes Einzelnen zusammenhängen. Wir lernen, welche Produkte die größten Umweltfußabdrücke besitzen. Und wir diskutieren, welche Optionen für einen ressourcenschonenderen Lebensstil wir haben und welche notwendigen Änderungen leicht oder sehr schwierig umsetzbar sind. Auch dabei werden interaktive Online-Tools bzw. Spiele genutzt werden. 

Stefan Giljum leitet die Forschungsgruppe „Globale Ressourcennutzung“ am Institute for Ecological Economics der Wirtschaftsuniversität Wien. Zu seinen Fachgebieten zählen die Analyse der Nutzung natürlicher Ressourcen für Produktion und Konsum, die Untersuchung ökologischer und sozialer Auswirkungen der Globalisierung sowie die Bewertung von Nachhaltigkeit.
Sa 09:30 - 12:30

Transformative Community Development: how you can engage in the vitalization and transition in municipalities

David Steinwender (Transition Austria)

In this workshop the participants will get some insights in approaches to citizen-led bottom-up community development to engage in and foster sustainable transitions at municipal level. After some input the workshop focuses on the interests of the participants. Thereby we look at what they wanna do and what they can do in order to transform their communities context. This will be done by using the permaculture inspired model of Transition Towns, Vital Communities and Art of Hosting and Harvesting. Further models and concepts might also be dealt with. In order to make this workshop pro-active the participants are asked to prepare some information about their context of activism/work so we can start quickly to work on next steps related to these contextes. Each participant will be an expert in this workshop.

David Steinwender studied Environmental Systems Sciences and Geography. He focuses on diverse bottom-up processes and radical democracy in regard to social-ecological transformation, urban and regional development discourses and practices. Since 2012 he‘s engaged with the Transition Town Movement, having co-founded Transition Graz, Transition Austria, the Forum Urban Gardening, forum n, KuGeMENE and others. Further he is engaged in the Food Sovereignty Movement.
Sa 09:30 - 12:30

Umweltrecht in Österreich: Klimaklagen, Aarhus und UVPs

Gregor Schamschula (Ökobüro)

Umweltaktivist*innen haben es rechtlich gesehen in Österreich schwer. Die juristischen Möglichkeiten sind beschränkt, durch einige aufsehenerregende Urteile bieten sich allerdings mittlerweile spannende neue Chancen. In einem interaktiven Workshop werden Chancen für die Umweltbewegung und Aktivist*innen vorgestellt.

Mag. Gregor Schamschula studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien und der Universität Stockholm. Mit seinem Abschluss Anfang 2015 begann er bei ÖKOBÜRO – Allianz der Umweltbewegung zu arbeiten. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Öffentlichkeitsbeteiligung, Wasserrecht, UVP-Recht und die Aarhus Konvention.
Sa 09:30 - 12:30

13:30 - 15:30 Nr.2 Parallel-Workshops

Der Wald - ein Klimakönner

Robert Jandl (Bundesforschungszentrum Wald)

Wie trägt der Wald genau zur Speicherung von Kohlendioxid bei? Das Bundesforschungszentrum Wald präsentiert Eckdaten für den globalen Wald auf der Grundlage von Daten der FAO (Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen) sowie ihre Ergebnisse für den österreichischen Wald. Im Workshop werden einige Themen angesprochen: Anpassung von Wäldern an klimawandelbedingte Auswirkungen wie Trockenperioden, der Wald als Speicher von CO2-Emissionen in Österreich, Datenqualität weltweit und der Interessensausgleich zwischen wirtschaftlichen Ansprüchen der Waldbesitzer und nicht-marktfähigen Waldleistungen. Die Challenge: die Gesellschaft hat vielfache Erwartungen an Wälder - Artenvielfalt, Schutz vor Naturgefahren, ein schönes Landschaftsbild und mehr. Diese gilt es zu vereinen.

Nach einem Input geht der Workshop in einen interaktiven Teil über mit Kleingruppen-Diskussionen zu spannenden Fragen.

Robert Jandl koordiniert die Klimaprojekte des Waldforschungszentrums. Er ist Waldökologe und behandelt seit vielen Jahren das Thema Kohlenstoff-Festlegung im Wald in nationalen und internationalen Projekten. Außerdem ist er Vorstandsmitglied des CCCA.
Sa 13:30 - 15:30

GET IDEAS!

Julius Holländer (Jugend-Umwelt-Plattform)

Die Umsetzung gemeinsamer Projekte kann einfacher sein, als es globale Themen erahnen lassen. Die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP zeigt dir Möglichkeiten, wie du in der Gruppe ein weitläufiges Thema erarbeiten kannst und Ansatzpunkte findest, um lokal aktiv zu werden. Gemeinsam skizzieren wir erste Ideen, die du dir bzw. die ihr euch mit nach Hause nehmen könnt. 

Sa 13:30 - 15:30

Planetary Diet: Essen mit Zukunft

Gabriele Homolka (DIE UMWELTBERATUNG)

Low Carb, regional, bio oder doch vegan? Was ist die beste Ernährung für unseren Planeten? Wie beeinflusst unser Essen unser Klima? In einem kurzen Impulsvortrag werden die komplexen Zusammenhänge erklärt und in einem Workshop konkrete Lösungen für unseren kulinarischen Alltag erarbeitet.

Gabriele Homolka ist Ernährungswissenschaftlerin und seit 2007 bei DIE UMWELTBERATUNG tätig. Einfache Lösungen sind ihr beim Klimaschutz ein besonderes Anliegen. Sie berät zu den Schwerpunkten Ernährungsökologie, nachhaltigem Einkauf, Biolebensmitteln und ökologischem Fischkonsum.
Sa 13:30 - 15:30

Sustainability Biomimetics - Lernen von der belebten Natur für Nachhaltigkeitsstrategien

Ille C. Gebeshuber (TU Wien) & Alexander A. K. Wernle (Bridge Professional)

Was können wir von der belebten Natur lernen für die Entwicklung von positiven Technologien, also Technologien, die für Mensch und Biosphäre auf lange Sicht neutral und im besten Fall positiv sind? Wie können wir bessere Erträge und Schutz der Bienen und anderer Insekten garantieren durch artenspezifische physikalische Insektenschutzmittel, die auf essbaren, verrottbaren Wachsen basieren? Wie können wir von Bergbau betreibenden Pflanzen lernen, lokal und umweltfreundlich wertvolle Ressourcen aus Elektronikschrott, metallverseuchten Böden und Abwässern zu gewinnen? Und was kann uns ein tropischer Schmetterling lehren, in Bezug auf passive Kühlung von Gebäuden? Diese und weitere Fragen werden im Workshop im Rahmen eines Vortrages und einer interaktiven moderierten Diskussionsrunde mit den TeilnehmerInnen aus dem Publikum behandelt.

Ille C. Gebeshuber ist Experimentalphysikerin an der Technischen Universität Wien, am Institut für Angewandte Physik. Von 2009 bis 2015 hielt sie eine volle Professur an der nationalen Universität von Malaysien (UKM), seit 2016 ist sie wieder an der TU Wien, am Institut für Angewandte Physik. Sie beschäftigt sich damit, wie eine neue Art des Denkens und eine andere Herangehensweise an die Dinge dazu beitragen kann, die globalen Probleme der Menschheit erfolgreich zu adressieren. Alexander A. K. Wernle (Bridge Professional)
Sa 13:30 - 15:30

Wie steht es mit CO2 Emissionen in Wien? - ein Rückblick & Ausblick

Michael Cerveny

Im Workshop wird beleuchtet in welchen Sektoren und warum die Treibhausgasemissionen pro Kopf in Wien deutlich niedriger als in den anderen Bundesländern sind. Die diesbezüglich recht unterschiedlichen Entwicklungen des letzten Jahrzehnts innerhalb Österreichs werden dargestellt und diskutiert auch um daraus zu lernen welche Faktoren und welche Politiken für die Beeinflussung der CO2-Emissionen besonders relevant sind. Last but not least wird auch die im Juni vom Wiener Gemeinderat beschlossene Smart City Wien Rahmenstrategie 2050 bzw. die darin enthaltenen Klimaschutzziele für 2030 und für 2050 präsentiert. Dabei werden die wesentlichen Kompetenzen und Möglichkeiten von Gemeinden, Bundesländern, dem Bund und der EU zur CO2-Reduktion diskutiert.   

(Mehr zum Bundesländervergleich in Sachen Klimaschutz hier: http://www.urbaninnovation.at/de/Projects/Infografiken-Energie und zur Smart City Wien Rahmenstrategie hier: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/smartcity/rahmenstrategie.html )

Michael Cerveny, Volkswirt und Energie-Generalist, arbeitet seit 30 Jahren in verschiedensten Funktionen für und mit Bundes- und Landesverwaltungen an der Dekarbonisierung des Energiesystems. Mitarbeiter im Energy Center von Urban Innovation Vienna.
Sa 13:30 - 15:30

Ziviler Ungehorsam und Protest! Gegen Naturzerstörung - Für mehr Klimagerechtigkeit

Patrick Scherhaufer (BOKU)

Ziviler Ungehorsam ist eine Form des gewaltfreien Widerstandes, welche
im Zusammenhang mit unterschiedlichen Energieinfrastrukturprojekten
zunehmend mediale Aufmerksamkeit erlangt hat. Vom Hambacher Forst bis
Ende Gelände, vom Kampf gegen Fracking in Großbritannien bis zum
Murkraftwerk in Graz kämpfen neue soziale Bewegungen gegen
Naturzerstörung und für Klimagerechtigkeit. Der Workshop soll
Einblicke in die Aktionen, Organisationsformen und
Rechtfertigungsstrategien zivilen Ungehorsams an Hand konkreter
Beispiele geben. Die Themen werden in der gemeinsamen Diskussion mit den
Teilnehmer*innen und einem Rollenspiel erarbeitet.

Patrick Scherhaufer arbeitet als Sozialwissenschaftler in den Bereichen Demokratie- und Umweltpolitik, Erneuerbare Energie und inter- und transdisziplinäres Zusammenarbeiten. Durch EndeGelände, Hambacher Forst und Fridays for Future wurde in letzter Zeit sein Forschungsinteresse für Formen des Protests und zivilen Ungehorsams geweckt.
Sa 13:30 - 15:30

16:00 - 18:00 Nr.3 Parallel-Workshops

(Umwelt-)Kampagnen - von der Idee zum Erfolg

Jasmin Duregger (Greenpeace CEE)

Du wolltest immer schon die Welt retten, weißt aber nicht wie? Du hast tausend Ideen für Umweltschutz im Kopf, aber fragst dich, wie du sie auf den Boden bringst? In einem kompakten Kampagnen-Workshop wollen wir anhand eines konkreten Beispiels zusammen eure Ideen realisieren. Wir lassen uns von echten, erfolgreichen Kampagnen inspirieren, analysieren was die Erfolgsfaktoren einer Kampagne sind und starten anschließend direkt mit dem eigenen Projekt durch.

Jasmin Duregger ist Klima- und Energie Campaignerin bei Greepeace CEE in Österreich. Sie hat ihren Master in Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement an der FH Krems absolviert und setzt sich seither privat und beruflich für den Klimaschutz in Österreich ein.
Sa 16:00 - 18:00

Feelin’ good in der Klimakrise?

Ira Mollay

Wie können wir junge Menschen einen positiven Ausblick auf die Zukunft bewahren? Wie können wir unsere inneren Ressourcen nachhaltig bewirtschaften? Welche persönlichen und sozialen Ressourcen stehen uns zur Verfügung, um auch in schwierigen Zeiten hoffnungsvoll zu bleiben? 

Der Workshop gibt Einblick und praktische Tipps, wie wir neueste Forschungsergebnisse aus Gehirnforschung, Neuropsychologie und positiver Psychologie als „Verstärker" für die Arbeit an der großen Transformation (Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft) nützen können.

Ira Mollay,Dr.in., ist Gründerin der Mutmacherei, Chief Mutmaching Officer. Studium der Handelswissenschaften, Jobs von Bank bis Unternehmensberatung, von FH-Lektorin bis Buchautorin, von Coaching bis zum Mutmachen. In ihrer Arbeit konzentriert sich Ira Mollay darauf, positive Zukunftsbilder zu entwickeln, weiter zu geben und zu stärken.
Sa 16:00 - 18:00

Klimabildung: Begeistern.Motivieren.Empowern

Miriam Bahn (Global 2000)

Wie können Inhalte rund um die Themen Klimaschutz und Klimagerechtigkeit kommuniziert werden? Welche Methoden eignen sich zur Vermittlung dieser Themen? Und wie kann ich selbst Workshops gestalten und Menschen für den Klimaschutz begeistern?

Seit knapp 10 Jahren bietet GLOBAL 2000 Umweltworkshops an Schulen an. Die gesammelten Erfahrungen sind vielfältig und diese wollen wir mit euch teilen. Gemeinsam erforschen wir was gute Bildungsarbeit ausmacht und welche Elemente zu einem gelungenen Workshop-Ablauf beitragen. Der Prozess wird durch Impulse aus der Umweltpsychologie, der Bildung für nachhaltige Entwicklung und der Popular Education unterstützt.

Miriam Bahn - Umweltbildung und Aktivenkoordination GLOBAL 2000. "Als ausgebildete Umweltpädagogin ist mir nachhaltige Bildung ein Herzensanliegen. Bildung ist ein lebenslanger Prozess und deshalb freue ich mich stets über neue Abenteuer und Herausforderungen. Neben meiner Leidenschaft für das Entfachen von 'Bildungsfeuern' interessiere ich mich für Theater, Tanz und alle schönen Dinge im Leben."
Sa 16:00 - 18:00

Tanz aus der Reihe – Kreative Methoden zum Empowerment von jungen Menschen

Melanie Salzl & Rebecca Luise Zeilinger (Forum Umweltbildung)

Klimawandel, das Aussterben von Arten, globale Ungerechtigkeiten … die Zukunft scheint oft voller Probleme ohne Lösungen zu sein. Manchmal fällt es schwer, ein positives Bild von einer „guten Zukunft für alle“ zu bekommen und den Mut zu haben, sich dafür einzusetzen. In diesem Sinne braucht eine nachhaltige Entwicklung viele selbstbewusste Menschen, die unsere Welt mitgestalten wollen. Aber was hilft, um sich selber, anderen und der Welt mutig zu begegnen? Ziel dieses Workshops ist es, kreative Methoden kennenzulernen, die junge Menschen dabei unterstützen, nicht nur ihre eigenen Potentiale zu entdecken und zu entfalten, sondern auch selbst und mit anderen Lösungen für Probleme zu entwickeln.

Melanie Salzl, MSc ist Mitarbeiterin beim FORUM Umweltbildung. Davor absolvierte sie ein Bachelorstudium in Umweltpädagogik und ein Masterstudium in „Umwelt und Entwicklung“. Ihr Schwerpunkt liegt in der Erstellung verschiedener didaktischer Materialien und online Angebote sowie in der öffentlichen Kommunikation mit unterschiedlichen Zielgruppen. Mag.a Rebecca Luise Zeilinger war privat und beruflich viel im Ausland unterwegs und u.a. als Fremdsprachenassistentin im Rahmen des DaF-Studiums an der Uni Fès (Marokko) - sowie als Fremdsprachenassistentin an einer Gesamtschule in Oxted (England) tätig. Sie ist u.a. ausgebildete Mediatorin und hat eine langjährige Arbeitserfahrung als Projektmanagerin im Bildungs-und Kulturbereich (u.a. bei Akzente Salzburg und im Interkulturen Zentrum). Seit April 2017 arbeitet sie beim FORUM Umweltbildung.
Sa 16:00 - 18:00

Wie (rasch) wird Wien klimaneutral? Eine Analyse der Wiener Umweltanwaltschaft

Marion Jaros, Andrea Schnattinger

In der Wiener Smart City Strategie wurde das Ziel formuliert, die lokalen Treibhausgasemissionen pro Kopf gegenüber dem Basisjahr 2005 bis 2030 um 50 Prozent und bis 2050 um 85 Prozent zu senken. Erreicht werden sollen diese Ziele im Wesentlichen durch eine Energiewende. Zugleich soll der gezielte Einsatz von mehr Stadtgrün und kühlem Nass lokale Temperaturanstiege in der Stadt dämpfen.

Aber inwiefern ist die angepeilte Energiewende auch eine Mobilitätswende? Und wieviel Wasser wird die Stadt in Zukunft zur Verfügung haben, wenn die bisherigen Modellrechnungen zur Erwärmung der Stadt und des Planeten ständig von der Realität übertroffen werden?

Die Wiener Umweltanwaltschaft zeigt anhand aktueller Messdaten auf, wie viel rascher die Erderhitzung voranschreitet, als es von der Wissenschaft bisher modelliert wurde.

Und sie möchte mit den Anwesenden eine spannende und offene Diskussion darüber führen, was dies für die Kommunikation mit der Wiener Bevölkerung und die künftige Wiener Klimapolitik bedeuten könnte, sowie gemeinsam mit den TeilnehmerInnen kreative Ideen für unkonventionelle Lösungsansätze entwickeln.

Sa 16:00 - 18:00

Sonntag 10 Nov 2019

09:30 - 11:00 Nr.4 Parallel-Workshops

Die Agenda 2030: mit den nachhaltigen Entwicklungszielen das Klima wandeln

Susanne Paschke

Wir leben auf dem Planeten Erde, befriedigen unsere Bedürfnisse und greifen durch unser Dasein und Ihren Lebensstil folglich in die Natur ein. Alle Menschen auf der Welt sind in unterschiedlichem Ausmaß an den Ursachen des Klimawandels beteiligt, aber auch ungleich von seinen Auswirkungen betroffen. Demnach handelt es sich hierbei um keine räumlich begrenzte Erscheinung, sondern um eine globale Herausforderung, die die Aufmerksamkeit der gesamten Menschheit fordert.
Der Schutz des Klimas ist fest in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen verankert. Mit dem Ziel 13, „Maßnahmen zum Klimaschutz“ wird aufgerufen, umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen zu ergreifen. Das betrifft die großen Institutionen, die Politik, die Wirtschaft, aber auch jede/n Einzelne/n, um die Erde als diesen außergewöhnlichen Ort für zukünftige Generationen zu erhalten. 
Im Workshop werden wir uns auf vielfältige, interaktive und auch kritische Weise mit den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) auseinandersetzen und uns im Besonderen darauf konzentrieren, was es braucht, um der Klimakrise zu begegnen und welchen Beitrag jede/r Einzelne leisten kann.

Susanne Paschke, Bildungsreferentin bei Südwind Studium der Germanistik sowie Geographie und Wirtschaftskunde auf Lehramt an der Universität Wien. Seit Herbst 2011 bei Südwind als Bildungsreferentin und Projektleiterin zum Globalen Lernen tätig.
So 09:30 - 11:00

UN-Jugenddelegierten Output Dokument

Pauline Trepczyk & Miriam Schönbrunn

So 09:30 - 11:00

Warum es soziale Bewegungen braucht, um die Klimakrise zu lösen

Lukas Liebmann (System Change not Climate Change!)

Die
Klimakonferenzen haben viele Ansätze hervorgebracht, die lediglich von den
Ursachen der Klimakrise ablenken und sogar zu noch größeren Ungerechtigkeiten
und Ungleichheit führen: Sowohl bestehende Emissionshandelssysteme zur
Reduktion von Treibhausgasen, darin geregelte flexible Mechanismen, wie der
Clean Development Mechanism (CDM), sowie Instrumente des
Biodiversitäts-Offsettings sind Lösungsstrategien, durch die sich Unternehmen
und Konzerne von ihrer Verantwortung für die Klimakrise und Naturzerstörung
„freikaufen“ können. Durch Instrumente wie REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation
and Degradation), Climate Smart Agriculture (CSA) oder Blue Carbon werden neue
Profitmöglichkeiten für Konzerne und Finanzmärkte geschaffen. Demgegenüber
werden oft lokale Bevölkerungsgruppen ausgeschlossen, noch vorhanden natürliche
Ressourcen regional zu nutzen und zu schützen, um an einer gerechter und
globaler Lösung mitzuwirken. Die propagierten Strategien geben vor, durch
wirksame und wirtschaftlich effiziente Methoden die Klimakrise zu beschränken.
Währenddessen verschärft ein Festhalten an einem konsumorientierten Lebensstil
und einer extraktivistischen und profitorientierten Wirtschaftsweise die
Klimakrise noch weiter.

In diesem Workshop wollen wir gemeinsam klären, warum es den Prozess der heute
stattfinden Klimaverhandlungen innerhalb der Klimarahmenkonvention zu
kritisieren gilt. Wir wollen diskutieren, warum es zur Festlegung welcher
Lösungsstrategien kommt und aufzeigen welche Ungerechtigkeiten durch das sogenannte
"klimaneutrale Wirtschaften" hervorgerufen werden. Außerdem möchten
wir diskutieren welche anderen Handlungsräume es neben den Konferenzen gibt, um
die Klimakrise zu bekämpfen. Bei den aktuell stattfindenden Verhandlungen
müssten grundlegende globale Lösungen der Klimakrise unter Miteinbezug der
Zivilgesellschaft verhandelt werden: Wie sieht ein globaler Wandel hin zu einem
guten Leben für alle unter Einhaltung ökologischer Grenzen aus?

Lukas Liebmann ist Doktoraststudent an der TU Wien im Bereich der Energiewirtschaft und ehrenamtlich seit 2015 bei System Change not Climate Change (SCnCC) tätig.
So 09:30 - 11:00

14:00 - 16:00 Open Space

Dein Projekt - durch unsere LCOY

LCOY Austria Team

DIE Session, um das eigenene nachhaltige Projekt zu konkretisieren. Mit anderen darüber zu reden, Feedback bekommen, vernetzen & Team aufbauen.

So 14:00 - 16:00

How to LCOY/Wie organisier ich eine LCOY

LCOY organizers

Find out from organizers of the LCOY Austria and present European LCOYs about the experience in organizing LCOYs. Lots of dreams & plans, total fails & best practices and event management hacks included. Just come chat with us, we don`t bite. (in English/German)

So 14:00 - 16:00