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Dies ist das Workshop-Programm der LCOY Austria 2019. Für weitere Programmpunkte checkt bitte die Seite Programm. Durch Klicken auf die Sessions könnt ihr alle Parallelworkshops einsehen und eure Favoriten markieren.

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Samstag 9 Nov 2019

09:30 - 12:30 Nr.1 Parallel-Workshops

Aktivismus effektiv eingesetzt

Micha Schwarzfurtner, Sophie Kofler (Greenpeace Team Wien)

Demo, Besetzung oder doch Podiumsdiskussion? Welche Arten von Aktivismus gibt es und welche davon passt am besten zu mir persönlich?Wie investiere ich meine Zeit am besten für das Klima?
Diesen Fragen versuchen wir zusammen nachzugehen und Input und Ideen für alle zu sammeln.

Micha Schwarzfurtner ist Gruppenkoordinator Greenpeace Team Wien und studiert Maschinenbau an der Technischen Universität Wien. Nebenbei ist er bei Greenpeace Freiwilligen-Gruppenkoordinator und Kletteraktivist. In seiner Freizeit will er Spaß haben, aber auch die Welt ein kleines Stück besser machen. Sophie Kofler ist Umwelt- und Bioressourcenstudentin und liebt die Gemeinschaft sowie den Zusammenhalt der BOKU. Sie ist beim Greenpeace Freiwilligenteam Wien und bei Extiction Rebellion aktiv. Umweltschutz liegt ihr sehr am Herzen und damit zusammenhängend auch Strategien, um Menschen am besten auf das Artensterben und die Klimakrise aufmerksam zu machen.
Sa 09:30 - 12:30

Cop in my City

CliMates Austria

Sa 09:30 - 12:30

Die globalen Folgen unserer Ernährungsgewohnheiten

Kurt Schmidinger

Der IPCC-Bericht vom August 2019 hat es endlich mal von "oberster Stelle" klar auf den Punkt gebracht: Wir müssen Fleisch reduzieren, um die Klimakrise begrenzen zu können. Aber es gibt auch viele weitere Studien, und der Konsum von 75 Milliarden Nutztieren pro Jahr weltweit hat abseits vom Klimawandel auch noch andere massive Auswirkungen. Welche das sind, und was die Alternativen sein können, darum geht's in diesem Workshop. Werden wir Fleisch aus Zellen züchten, oder pflanzliche Alternativen schaffen, wie realistisch ist eine Ernährung als "Jäger und Sammler", oder ist die Zukunft vegan?

Kurt Schmidinger hat einen Master in Geophysik und einen Doktor in Lebensmittelwissenschaftler und beschäftigt sich mit Alternativen zu Tierprodukten, sowohl in seinem Projekt futurefood.org als auch in Zusammenarbeit mit vielen Organisationen weltweit . Er ist zudem IT-Softwareentwickler und Tierschutz- und Umweltaktivist.
Sa 09:30 - 12:30

Eco Footprint – Gut leben von einem Hektar

Eva Dobeiner (Plattform Footprint)

Wir verbrauchen derzeit viel mehr an Ressourcen, als die Erde reproduzieren kann. Würden alle Menschen so leben wollen wie wir in Österreich, dann bräuchten wir DREI Planeten wie die Erde!

Was können wir selbst tun, damit die Erde heute und in Zukunft noch ein guter Platz zum Leben ist? Mit Hilfe des Ökologischen Fußabdrucks können wir unseren täglichen Verbrauch in Form von Fläche (global Hektar) messen und sichtbar machen.

Im Indoor-Workshop „Gut leben von einem Hektar“ nehmen wir die zentrale Zukunftsherausforderung auf spielerische Weise an: den Lebensstil so zu gestalten, dass wir mit diesem EINEN Planeten Erde, den wir haben, auskommen. Das Hektarspiel ermöglicht die komplexen globalen Zusammenhänge mit den persönlichen Handlungen zu verbinden und den damit verbundenen Flächenbedarf sichtbar und greifbar darzustellen. Dazu wird die Fläche von einem Mini-Hektar abgegrenzt. Darauf werden die mit dem Ökologischen Fußabdruck beanspruchten Flächen im passenden Maßstab mit farbigen Blättern aufgelegt: der Verbrauch an Nahrung, Mobilität, Wohnen, Urlaub, Konsum…. Die Gruppe versucht im intensiven Diskurs untereinander und mit Unterstützung durch die Workshop-Leitung mit der vorgegebenen Fläche auszukommen. Spiel-Ziel ist, ein für alle vorstellbares, „Gutes Leben“ mit diesem fairen Anteil der Welt zu gestalten.

Eva Dobeiner hat Landschaftsökologie studiert und hat langjährige Berufserfahrung in der Altlastensanierung und Abwasserwirtschaft. Seit 2014 vermehrt sie das Wissen über den Ökologischen Fußabdruck durch Workshops, Vorträge und Projekte. Sie vermittelt Erwachsenen und Schülern eine neue Sicht auf die Begrenztheit unseres Planeten und die Auswirkungen unseres Lebensstils: www.footprint.at
Sa 09:30 - 12:30

Globle Ressourcenflüsse und Fußabdrücke

Stefan Giljium (Wirtschaftsuni Wien)

Wie viele natürliche Ressourcen verbrauchen einzelne Länder und die Menschheit insgesamt? Welche Rolle spielt dabei die Globalisierung? Kann die Wirtschaft auf unserem Planeten unendlich weiterwachsen? Und wie hängt das alles mit meinem eigenen Konsum und Lebensstil zusammen?

Im ersten Teil dieses Workshops blicken wir auf die Ebene von Ländern und Weltregionen und diskutieren, wie sich etwa Industrie- und Entwicklungsländer in ihrem Ressourcenverbrauch unterscheiden und welchen Einfluss der internationale Handel hat. Die TeilnehmerInnen werden dabei in Kleingruppen jeweils ein Land auswählen, das sie sich im Detail ansehen wollen, und ein Online-Tool auf dem Smartphone nutzen, um Fragen des Ressourcenverbrauchs und der Zusammenhänge mit dem Wirtschaftswachstum zu reflektieren.

Im zweiten Teil gehen wir dann der Frage nach, wie diese großen Trends mit den Konsumentscheidungen jeder/jedes Einzelnen zusammenhängen. Wir lernen, welche Produkte die größten Umweltfußabdrücke besitzen. Und wir diskutieren, welche Optionen für einen ressourcenschonenderen Lebensstil wir haben und welche notwendigen Änderungen leicht oder sehr schwierig umsetzbar sind. Auch dabei werden interaktive Online-Tools bzw. Spiele genutzt werden. 

Stefan Giljum leitet die Forschungsgruppe „Globale Ressourcennutzung“ am Institute for Ecological Economics der Wirtschaftsuniversität Wien. Zu seinen Fachgebieten zählen die Analyse der Nutzung natürlicher Ressourcen für Produktion und Konsum, die Untersuchung ökologischer und sozialer Auswirkungen der Globalisierung sowie die Bewertung von Nachhaltigkeit.
Sa 09:30 - 12:30

Heureka! - Die Ideenschmiede

Florian Schanznig (students' innovation centre)

In diesem Workshop nutzen wir vorhandenes Wissen und die anregenden Diskussionen der LCOY, um konkreten Output zu generieren. Die TeilnehmerInnen werden mit innovativen Methoden und mit Begleitung, eigene Ideen für ökologisch und/oder soziale Projekte, Initiativen oder auch Unternehmen entwickeln. Diese werden kreativ erarbeitet und geteilt. Bei Bedarf können auch Planungsinstrumente vorgestellt werden.

Bachelor für Umwelt- und Bioressourcenmanagement, Student für Kultur- und Sozialanthropologie. Gründungsmitglied des [sic!] – students‘ innovation centre. Freut sich über motivierte Menschen, die ihre Talente entdecken.
Sa 09:30 - 12:30

Heureka! – Die Ideenschmiede

Florian Schanznig ([sic!])

In diesem Workshop nutzen wir vorhandenes Wissen und die anregenden Diskussionen der LCOY, um konkreten Output zu generieren. Die TeilnehmerInnen werden mit innovativen Methoden und mit Begleitung, eigene Ideen für ökologisch und/oder soziale Projekte, Initiativen oder auch Unternehmen entwickeln. Diese werden kreativ erarbeitet und geteilt. Bei Bedarf können auch Planungsinstrumente vorgestellt werden.

Florian Schanznig: Bachelor für Umwelt- und Bioressourcenmanagement, Student für Kultur- und Sozialanthropologie. Gründungsmitglied des [sic!] – students‘ innovation centre. Freut sich über motivierte Menschen, die ihre Talente entdecken.
Sa 09:30 - 12:30

How we can change systems: introduction to systems thinking

Okan McAllister (Prime Movers)

How do we create lasting impact while addressing complex problems? The journey we take while working towards this goal can be confusing, difficult and discouraging. What do we do? How do we identify dynamics that have the greatest potential for impact? 

This workshop aims to introduce change makers to think in terms of systems and find leverage points, rather than address symptoms of complex problems, in order to gain clarity in complex environments. The processes learned in this workshop applies to any complex societal challenge, including but not limited to climate change.

Participants will learn:

  • How to identify different types of problems and what complex problems are
  • How to navigate through complex problems
  • What systems actually are, and why we should care
  • What systems thinking is and how it can help us navigate complex problems like climate change
  • The myths and misconceptions of systems change

Afterwards, the stage is yours. The participants will create a small systems dynamic map in groups, which will give you an idea about how we attempt to change systems by finding and addressing leverage points.

The workshop is designed for people who have no experience or knowledge in systems thinking. 

Okan McAllister is the founder of the award winning social enterprise PRIME MOVERS as well as kindby, ONE DAY, Mission Liftoff among others. Driven by the inspiration of work that aims to solve complex societal challenges, he specialises in capacity building in various areas for future entrepreneurs and organisations. He is passionate about making people believe in their abilities to shape the world, where systems thinking plays a crucial role.
Sa 09:30 - 12:30

Leading for Change: Tools & Übungen

Helene Dallinger (oikos Vienna)

Welche Fähigkeiten und Tools helfen uns dabei, nachhaltig Veränderungen umsetzen, die wir uns in dieser Welt wünschen? 

Durch den Workshop soll interaktiv ein Bild von ganzheitlichem Leadership (angelehnt an das Konzept des Transpersonal Leadership) und den dafür nötigen Tools und Fähigkeiten vermittelt werden. Wir werden im Erfahrungsaustausch über verschiedene Leadership Styles und Role Models diskutieren und gemeinsam Übungen durchführen, die mehr Klarheit über eigene Werte, Visionen und Emotionen schaffen. Dabei trainieren wir Fähigkeiten, die helfen, sich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen, ohne die eigenen Ressourcen auszubeuten. Den Teilnehmenden werden zum Abschluss praktische Tipps und Tools für Zeit-, Commitment- und Projektmanagement mitgegeben.

Sa 09:30 - 12:30

Rethinking climate communication – young ideas for climate campaigning

Sybille Chiari (BOKU), Sonja Völler (Umweltbundesamt)

A group of young climate activists from across Europe developed three new young creative climate communication formats / campaigns. These formats addressed: climate-friendly travel ("vojo"); the question of what makes you happy / what do I want to invest my time/money in and what not? ("no time to waste"); and a storytelling platform for young people committed to climate change ("Young Humans of Climate Change"). In this workshop you have the opportunity to look behind the scenes, to discuss how successful climate communication can work, what are different entry points and ways of further engagement. 

Sa 09:30 - 12:30

SPIEL: Fishbanks - Jeder für sich und keiner für alle!

ÖSSFO

Sa 09:30 - 12:30

Transformative Community Development: how you can engage in the vitalization and transition in municipalities

David Steinwender (Transition Austria)

In this workshop the participants will get some insights in approaches to citizen-led bottom-up community development to engage in and foster sustainable transitions at municipal level. After some input the workshop focuses on the interests of the participants. Thereby we look at what they wanna do and what they can do in order to transform their communities context. This will be done by using the permaculture inspired model of Transition Towns, Vital Communities and Art of Hosting and Harvesting. Further models and concepts might also be dealt with. In order to make this workshop pro-active the participants are asked to prepare some information about their context of activism/work so we can start quickly to work on next steps related to these contextes. Each participant will be an expert in this workshop.

David Steinwender studied Environmental Systems Sciences and Geography. He focuses on diverse bottom-up processes and radical democracy in regard to social-ecological transformation, urban and regional development discourses and practices. Since 2012 he‘s engaged with the Transition Town Movement, having co-founded Transition Graz, Transition Austria, the Forum Urban Gardening, forum n, KuGeMENE and others. Further he is engaged in the Food Sovereignty Movement.
Sa 09:30 - 12:30

Umweltrecht in Österreich: Klimaklagen, Aarhus und UVPs

Gregor Schamschula (Ökobüro)

Umweltaktivist*innen haben es rechtlich gesehen in Österreich schwer. Die juristischen Möglichkeiten sind beschränkt, durch einige aufsehenerregende Urteile bieten sich allerdings mittlerweile spannende neue Chancen. In einem interaktiven Workshop werden Chancen für die Umweltbewegung und Aktivist*innen vorgestellt.

Mag. Gregor Schamschula studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien und der Universität Stockholm. Mit seinem Abschluss Anfang 2015 begann er bei ÖKOBÜRO – Allianz der Umweltbewegung zu arbeiten. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Öffentlichkeitsbeteiligung, Wasserrecht, UVP-Recht und die Aarhus Konvention.
Sa 09:30 - 12:30

13:30 - 15:30 Nr.2 Parallel-Workshops

Der Wald - ein Klimakönner

Robert Jandl (Bundesforschungszentrum Wald)

Wie trägt der Wald genau zur Speicherung von Kohlendioxid bei? Das Bundesforschungszentrum Wald präsentiert Eckdaten für den globalen Wald auf der Grundlage von Daten der FAO (Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen) sowie ihre Ergebnisse für den österreichischen Wald. Im Workshop werden einige Themen angesprochen: Anpassung von Wäldern an klimawandelbedingte Auswirkungen wie Trockenperioden, der Wald als Speicher von CO2-Emissionen in Österreich, Datenqualität weltweit und der Interessensausgleich zwischen wirtschaftlichen Ansprüchen der Waldbesitzer und nicht-marktfähigen Waldleistungen. Die Challenge: die Gesellschaft hat vielfache Erwartungen an Wälder - Artenvielfalt, Schutz vor Naturgefahren, ein schönes Landschaftsbild und mehr. Diese gilt es zu vereinen.

Nach einem Input geht der Workshop in einen interaktiven Teil über mit Kleingruppen-Diskussionen zu spannenden Fragen.

Robert Jandl koordiniert die Klimaprojekte des Waldforschungszentrums. Er ist Waldökologe und behandelt seit vielen Jahren das Thema Kohlenstoff-Festlegung im Wald in nationalen und internationalen Projekten. Außerdem ist er Vorstandsmitglied des CCCA.
Sa 13:30 - 15:30

Die Atmosphäre im Klimawandel - von Satelliten & Co

Andrea K.Steiner (Uni Graz)

Sa 13:30 - 15:30

GET IDEAS!

Julius Holländer (Jugend-Umwelt-Plattform)

Die Umsetzung gemeinsamer Projekte kann einfacher sein, als es globale Themen erahnen lassen. Die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP zeigt dir Möglichkeiten, wie du in der Gruppe ein weitläufiges Thema erarbeiten kannst und Ansatzpunkte findest, um lokal aktiv zu werden. Gemeinsam skizzieren wir erste Ideen, die du dir bzw. die ihr euch mit nach Hause nehmen könnt. 

Sa 13:30 - 15:30

Planetary Diet: Essen mit Zukunft

Gabriele Homolka (DIE UMWELTBERATUNG)

Low Carb, regional, bio oder doch vegan? Was ist die beste Ernährung für unseren Planeten? Wie beeinflusst unser Essen unser Klima? In einem kurzen Impulsvortrag werden die komplexen Zusammenhänge erklärt und in einem Workshop konkrete Lösungen für unseren kulinarischen Alltag erarbeitet.

Gabriele Homolka ist Ernährungswissenschaftlerin und seit 2007 bei DIE UMWELTBERATUNG tätig. Einfache Lösungen sind ihr beim Klimaschutz ein besonderes Anliegen. Sie berät zu den Schwerpunkten Ernährungsökologie, nachhaltigem Einkauf, Biolebensmitteln und ökologischem Fischkonsum.
Sa 13:30 - 15:30

Sustainability Biomimetics - Lernen von der belebten Natur für Nachhaltigkeitsstrategien

Ille C. Gebeshuber (TU Wien) & Alexander A. K. Wernle (Bridge Professional)

Was können wir von der belebten Natur lernen für die Entwicklung von positiven Technologien, also Technologien, die für Mensch und Biosphäre auf lange Sicht neutral und im besten Fall positiv sind? Wie können wir bessere Erträge und Schutz der Bienen und anderer Insekten garantieren durch artenspezifische physikalische Insektenschutzmittel, die auf essbaren, verrottbaren Wachsen basieren? Wie können wir von Bergbau betreibenden Pflanzen lernen, lokal und umweltfreundlich wertvolle Ressourcen aus Elektronikschrott, metallverseuchten Böden und Abwässern zu gewinnen? Und was kann uns ein tropischer Schmetterling lehren, in Bezug auf passive Kühlung von Gebäuden? Diese und weitere Fragen werden im Workshop im Rahmen eines Vortrages und einer interaktiven moderierten Diskussionsrunde mit den TeilnehmerInnen aus dem Publikum behandelt.

Ille C. Gebeshuber ist Experimentalphysikerin an der Technischen Universität Wien, am Institut für Angewandte Physik. Von 2009 bis 2015 hielt sie eine volle Professur an der nationalen Universität von Malaysien (UKM), seit 2016 ist sie wieder an der TU Wien, am Institut für Angewandte Physik. Sie beschäftigt sich damit, wie eine neue Art des Denkens und eine andere Herangehensweise an die Dinge dazu beitragen kann, die globalen Probleme der Menschheit erfolgreich zu adressieren. Alexander A. K. Wernle (Bridge Professional)
Sa 13:30 - 15:30

Über die Klimakrise berichten – Umweltjournalismus in Österreich

Nora Laufer (DER STANDARD)

Wie gehen Medien in ihrer Berichterstattung mit der Klimakrise um? Klimawandel, Klimakrise, Klimakatastrophe – welche Bezeichnung ist in der Mediensprache angebracht? Wie steht es um den Umweltjournalismus in Österreich? Wie komme ich zu Daten, Zahlen und Fakten zur heimischen und globalen Klimapolitik? Diese und weitere Fragen bespricht Nora Laufer, Wirtschaftsredakteurin im STANDARD, in einer interaktiven Workshopeinheit mit den TeilnehmerInnen der Jugendklimakonferenz.

Nora Laufer (28) ist Wirtschaftsredakteurin in der Tageszeitung DER STANDARD. Sie berichtet größtenteils über die Themen Klimapolitik, Umwelt und Landwirtschaft.
Sa 13:30 - 15:30

Wie steht es mit CO2 Emissionen in Wien? - ein Rückblick & Ausblick

Michael Cerveny

Im Workshop wird beleuchtet in welchen Sektoren und warum die Treibhausgasemissionen pro Kopf in Wien deutlich niedriger als in den anderen Bundesländern sind. Die diesbezüglich recht unterschiedlichen Entwicklungen des letzten Jahrzehnts innerhalb Österreichs werden dargestellt und diskutiert auch um daraus zu lernen welche Faktoren und welche Politiken für die Beeinflussung der CO2-Emissionen besonders relevant sind. Last but not least wird auch die im Juni vom Wiener Gemeinderat beschlossene Smart City Wien Rahmenstrategie 2050 bzw. die darin enthaltenen Klimaschutzziele für 2030 und für 2050 präsentiert. Dabei werden die wesentlichen Kompetenzen und Möglichkeiten von Gemeinden, Bundesländern, dem Bund und der EU zur CO2-Reduktion diskutiert.   

(Mehr zum Bundesländervergleich in Sachen Klimaschutz hier: http://www.urbaninnovation.at/de/Projects/Infografiken-Energie und zur Smart City Wien Rahmenstrategie hier: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/smartcity/rahmenstrategie.html )

Michael Cerveny, Volkswirt und Energie-Generalist, arbeitet seit 30 Jahren in verschiedensten Funktionen für und mit Bundes- und Landesverwaltungen an der Dekarbonisierung des Energiesystems. Mitarbeiter im Energy Center von Urban Innovation Vienna.
Sa 13:30 - 15:30

Wir müssen einfach unser Verhalten ändern. Na, wenn das so einfach wäre.

Michael Braito (BOKU)

Wieso verhalten sich Menschen so, wie sie sich verhalten, obwohl sie wissen, dass sie sich anders verhalten sollten? Was hindert uns, alte klimaschädliche Verhaltensmuster abzulegen? Welche Antworten bietet die Umweltökonomie, welche die Umweltpsychologie? Vor welchen Herausforderungen stellt uns die Systemperspektive?

Der Workshop lädt die Teilnehmer dazu ein, menschliches Verhalten zu reflektieren und Kategorisierungen von „Gut“ und „Böse“ zu überdenken oder gar abzulegen. Ziel ist es, die Komplexität menschlichen Verhaltens zu erfassen. Im ersten Teil des Workshops, werden die Teilnehmer spielerisch am eigenen Leib erfahren, wie wir Menschen Verhaltensentscheidungen treffen. Im zweiten Teil werden wir die Ergebnisse gemeinsam diskutieren und in einen systemischen Kontext stellen. Abschließend werden Erklärungs- bzw. Lösungsansätze der Umweltökonomie, Umweltpsychologie und Systemtheorie erläutert.

Michael Braito erforscht als Sozialwissenschaftler Umweltverhalten – von Energieverhalten, Mobilität bis hin zu Bodenschutz. Immer schon von der Frage getrieben, warum Menschen tun was sie tun, oder warum wir das Klima zerstören, hat er zunächst Ökonomie studiert. In seiner Doktorarbeit hat er sein Verständnis mit Theorien der Umweltsoziologie und -psychologie erweitert.
Sa 13:30 - 15:30

Ziviler Ungehorsam und Protest! Gegen Naturzerstörung - Für mehr Klimagerechtigkeit

Patrick Scherhaufer (BOKU)

Ziviler Ungehorsam ist eine Form des gewaltfreien Widerstandes, welche
im Zusammenhang mit unterschiedlichen Energieinfrastrukturprojekten
zunehmend mediale Aufmerksamkeit erlangt hat. Vom Hambacher Forst bis
Ende Gelände, vom Kampf gegen Fracking in Großbritannien bis zum
Murkraftwerk in Graz kämpfen neue soziale Bewegungen gegen
Naturzerstörung und für Klimagerechtigkeit. Der Workshop soll
Einblicke in die Aktionen, Organisationsformen und
Rechtfertigungsstrategien zivilen Ungehorsams an Hand konkreter
Beispiele geben. Die Themen werden in der gemeinsamen Diskussion mit den
Teilnehmer*innen und einem Rollenspiel erarbeitet.

Patrick Scherhaufer arbeitet als Sozialwissenschaftler in den Bereichen Demokratie- und Umweltpolitik, Erneuerbare Energie und inter- und transdisziplinäres Zusammenarbeiten. Durch EndeGelände, Hambacher Forst und Fridays for Future wurde in letzter Zeit sein Forschungsinteresse für Formen des Protests und zivilen Ungehorsams geweckt.
Sa 13:30 - 15:30

16:00 - 18:00 Nr.3 Parallel-Workshops

(Umwelt-)Kampagnen - von der Idee zum Erfolg

Jasmin Duregger (Greenpeace CEE)

Du wolltest immer schon die Welt retten, weißt aber nicht wie? Du hast tausend Ideen für Umweltschutz im Kopf, aber fragst dich, wie du sie auf den Boden bringst? In einem kompakten Kampagnen-Workshop wollen wir anhand eines konkreten Beispiels zusammen eure Ideen realisieren. Wir lassen uns von echten, erfolgreichen Kampagnen inspirieren, analysieren was die Erfolgsfaktoren einer Kampagne sind und starten anschließend direkt mit dem eigenen Projekt durch.

Jasmin Duregger ist Klima- und Energie Campaignerin bei Greepeace CEE in Österreich. Sie hat ihren Master in Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement an der FH Krems absolviert und setzt sich seither privat und beruflich für den Klimaschutz in Österreich ein.
Sa 16:00 - 18:00

#Development4Future: how the Austrian Development Cooperation tackles Climate Change

Enrico dal Farra (ADA)

The workshop will look at the multifaceted topic of Climate Change within the international Development Cooperation context. Climate change and its unparalleled negative impacts are increasingly affecting our planet. The workshop will allow us to look particularly at the current situation in developing and transition countries. Participants will gain insights on the challenges that climate change poses to development work by studying specific examples and case studies, drawing on the experience of the Austrian Development Cooperation (ADC). Here, a comprehensive link to the Agenda 2030 and efforts to achieve the Sustainable Development Goals will always remain at the focus of attention. Our discussions will also revolve around the array of approaches and measures that can be adopted within the scope of programming and projects in order to not only minimize the risks and negative impacts that derive from climate change, but also to look at the opportunities that positively contribute towards low-carbon development pathways.

Enrico dal Farra is Advisor Environment and Climate Action at the Austrian Development Agency (ADA). Nature lover, passionate outdoor sportsman and former environmental activist, Enrico holds a MSc degree in Environmental Engineering and specialized in geo-resources. He gained several years of professional experience in the design and planning of renewable energy infrastructure in the private sector as well as in project management, risk assessment and on-site implementation of large infrastructural and renewable energy projects. Enrico worked for a sustainable reconstruction project in Nepal after the major earthquakes of 2015, and joined the Environment and Climate Action Unit of the Austrian Development Agency at its HQ in Vienna in 2018.
Sa 16:00 - 18:00

Die Rolle von Unternehmen für eine Nachhaltige Entwicklung

Elisa Gramlich (WWF), Daniel Fitz (respACT)

Der Workshop, welcher von WWF & respACT organisiert wird, gibt einen Überblick über die Arbeit mit Unternehmen zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals). Nach einer Vorstellung der jeweiligen Unternehmensarbeit von respACT und WWF anhand von Case Studies, werden in einem interaktiven Workshop-Teil im Weltcafé-Frmat unter anderem diese Fragen diskutiert:

–          Wie können Unternehmen Umweltschutz in ihrem Kerngeschäft berücksichtigen?

–          Was müssen Unternehmen beachten um Greenwashing zu vermeiden?

–         Warum bedarf es einer systematischen Betrachtung der SDGs?

–          Wie können unternehmerische Maßnahmen und Geschäftsmodelle (z.B. social enterprises) zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen?

Elisa Gramlich arbeitet beim WWF als Projektmanagerin im Bereich Umwelt & Wirtschaft. Neben der Leitung des Ideen- und Start-up-Wettbewerbs innovate4nature zum Thema Biodiversität setzt sie sich in bilateralen Projekten mit Unternehmen wie IKEA und SPAR für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft ein. Diesem Thema widmet sie sich auch mit der Betreuung der WWF CLIMATE GROUP, dem österreichische Unternehmensnetzwerk für wirksamen Klimaschutz. Weitere Informationen unter: https://www.wwf.at/de/climategroup Daniel Fitz ist für das Global Compact Netzwerk Österreich als Projektmitarbeiter tätig. Das Netzwerk ist eines von mehr als 75 nationalen Netzwerken des UN Global Compact und damit Teil der weltweit größten Initiative für Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit. Dabei betreut er mit viel Begeisterung für verantwortungsvolles und generationsgerechtes Wirtschaften den Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern, wie auch den Business 4 SDGs-Teams und unterstützt bei der Kommunikation des Netzwerks. Weitere Informationen unter: www.globalcompact.at
Sa 16:00 - 18:00

Feelin’ good in der Klimakrise?

Ira Mollay

Wie können wir junge Menschen einen positiven Ausblick auf die Zukunft bewahren? Wie können wir unsere inneren Ressourcen nachhaltig bewirtschaften? Welche persönlichen und sozialen Ressourcen stehen uns zur Verfügung, um auch in schwierigen Zeiten hoffnungsvoll zu bleiben? 

Der Workshop gibt Einblick und praktische Tipps, wie wir neueste Forschungsergebnisse aus Gehirnforschung, Neuropsychologie und positiver Psychologie als „Verstärker" für die Arbeit an der großen Transformation (Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft) nützen können.

Ira Mollay ist Gründerin der Mutmacherei, Chief Mutmaching Officer. Studium der Handelswissenschaften inkl. Doktorat, Jobs von Bank bis Unternehmensberatung, von FH-Lektorin bis Buchautorin, von Coaching bis zum Mutmachen. In ihrer Arbeit konzentriert sich Ira Mollay darauf, positive Zukunftsbilder zu entwickeln, weiter zu geben und zu stärken.
Sa 16:00 - 18:00

It’s not rocket science, but it ain’t that easy either: building a climate action team!

Nathan Spees, Monika Spiekermann (Generation Earth)

Ever thought that it’d be a cool idea to gather some motivated and inspiring people to get active for the planet…and DO SOMETHING?  Ever tried to do it, but realized that it wasn’t as easy as it sounds? 

If you answered, Yes, to either of these questions, this session could be for you!  During this hands-on session, we’ll explore what it takes to create a strong team: what are the building blocks, what are the common pitfalls, how do you keep people motivated…and more.  Don’t just sit there…get active!

Nathan, works for WWF Austria and is the program coordinator of Generation Earth. He loves watching and supporting the personal growth of youth happen and being part of an inspiring group of youth. Monika participated in the Generation Earth Action Leader Training in 2017/2018 and has been active in the group ever since! This year, she’s joined 4 others to be Team trainers of a group of new Action Leaders. She’s been very involved in FFF and helped to start the FFF-Lithuania group in 2018/2019.
Sa 16:00 - 18:00

Kein Essen im Tank: Aktiv werden gegen Landraub

Brigitte Reisenberger (FIAN)

Was haben Klima, Menschenrechte, Ernährung und Landwirtschaft miteinander zu tun? Welche Rolle spielen europäische Firmen und Politiken im globalen Landraub? Nach einem kurzen Impuls von FIAN Österreich und einem Filmausschnitt besprechen wir gemeinsam darüber, wie sich sich Bäuerinnen und Bauern in Sierra Leone gegen ein europäisches Agrartreibstoffprojekt zur Wehr setzen. Wir brainstormen gemeinsam wie wir sie in ihrem Einsatz für ihr Menschenrecht auf Nahrung unterstützen können.

Brigitte Reisenberger ist Ko-Geschäftsleiterin bei FIAN Österreich, der internationalen Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung. Sie beschäftigt sich mit dem Recht auf Nahrung, kleinbäuerlichen Rechten, Fallarbeit und dem Zugang zu natürlichen Ressourcen.
Sa 16:00 - 18:00

Kein Klimaschutz ohne Mobilitätswende - Radikale Veränderungen im Verkehrssystem sind notwendig!

Harald Frey (TU Wien), Ulla Rasmussen (VCÖ)

Der Verkehr bleibt Sorgenkind beim Klimaschutz – auch im Jahr 2018 sind die Treibhausgasemissionen des Verkehrs gestiegen. Wie viel Energie braucht der Straßenverkehr, die Bahn und der Flugverkehr?  Welche Klimaschutzziele gibt es im Verkehr und sind wir auf den Weg diese zu erreichen? Wird nicht alles gut, weil die Fahrzeuge nicht laufend effizienter werden? Warum müssen Städte eine Vorreiterrolle einnehmen? Wie schauen konkrete Projekte für eine Mobilitätswende aus?

Sa 16:00 - 18:00

Klimabildung: Begeistern.Motivieren.Empowern

Miriam Bahn (Global 2000)

Wie können Inhalte rund um die Themen Klimaschutz und Klimagerechtigkeit kommuniziert werden? Welche Methoden eignen sich zur Vermittlung dieser Themen? Und wie kann ich selbst Workshops gestalten und Menschen für den Klimaschutz begeistern?

Seit knapp 10 Jahren bietet GLOBAL 2000 Umweltworkshops an Schulen an. Die gesammelten Erfahrungen sind vielfältig und diese wollen wir mit euch teilen. Gemeinsam erforschen wir was gute Bildungsarbeit ausmacht und welche Elemente zu einem gelungenen Workshop-Ablauf beitragen. Der Prozess wird durch Impulse aus der Umweltpsychologie, der Bildung für nachhaltige Entwicklung und der Popular Education unterstützt.

Miriam Bahn - Umweltbildung und Aktivenkoordination GLOBAL 2000. "Als ausgebildete Umweltpädagogin ist mir nachhaltige Bildung ein Herzensanliegen. Bildung ist ein lebenslanger Prozess und deshalb freue ich mich stets über neue Abenteuer und Herausforderungen. Neben meiner Leidenschaft für das Entfachen von 'Bildungsfeuern' interessiere ich mich für Theater, Tanz und alle schönen Dinge im Leben."
Sa 16:00 - 18:00

Protest Badges - Upcycling gegen die Kllimakrise

Gudrun Büsel (Recycling Kosmos)

Wie kann ich alten Textilien und Stoffresten noch einmal einen Sinn geben? Muss Aktionismus immer möglichst laut sein?  Diese Themen werden im Workshop durch Kreativität kombiniert. Aus alten Materielien werden Badges mit Aktionsstatements zur Klimakatastrophe. Nach einer kurzen Einführung in grundlegende Handarbeitsfertigkeiten, wird gemeinsam über „craftivism“, die Klimaerhitzung und unsere Handlungsmöglichkeiten dazu reflektiert. Währenddessen wird miteinander gewerkelt.

Gudrun Büsel hat nach dem Modekolleg an der Herbststrasse in Wien Umwelt- und Bioressourcenment an der BOKU studiert und kombiniert beide Bereiche durch textile Upcycling-Workshops.
Sa 16:00 - 18:00

Tanz aus der Reihe – Kreative Methoden zum Empowerment von jungen Menschen

Melanie Salzl & Rebecca Luise Zeilinger (Forum Umweltbildung)

Klimawandel, das Aussterben von Arten, globale Ungerechtigkeiten … die Zukunft scheint oft voller Probleme ohne Lösungen zu sein. Manchmal fällt es schwer, ein positives Bild von einer „guten Zukunft für alle“ zu bekommen und den Mut zu haben, sich dafür einzusetzen. In diesem Sinne braucht eine nachhaltige Entwicklung viele selbstbewusste Menschen, die unsere Welt mitgestalten wollen. Aber was hilft, um sich selber, anderen und der Welt mutig zu begegnen? Ziel dieses Workshops ist es, kreative Methoden kennenzulernen, die junge Menschen dabei unterstützen, nicht nur ihre eigenen Potentiale zu entdecken und zu entfalten, sondern auch selbst und mit anderen Lösungen für Probleme zu entwickeln.

Melanie Salzl, MSc ist Mitarbeiterin beim FORUM Umweltbildung. Davor absolvierte sie ein Bachelorstudium in Umweltpädagogik und ein Masterstudium in „Umwelt und Entwicklung“. Ihr Schwerpunkt liegt in der Erstellung verschiedener didaktischer Materialien und online Angebote sowie in der öffentlichen Kommunikation mit unterschiedlichen Zielgruppen. Mag.a Rebecca Luise Zeilinger war privat und beruflich viel im Ausland unterwegs und u.a. als Fremdsprachenassistentin im Rahmen des DaF-Studiums an der Uni Fès (Marokko) - sowie als Fremdsprachenassistentin an einer Gesamtschule in Oxted (England) tätig. Sie ist u.a. ausgebildete Mediatorin und hat eine langjährige Arbeitserfahrung als Projektmanagerin im Bildungs-und Kulturbereich (u.a. bei Akzente Salzburg und im Interkulturen Zentrum). Seit April 2017 arbeitet sie beim FORUM Umweltbildung.
Sa 16:00 - 18:00

Wie (rasch) wird Wien klimaneutral? Eine Analyse der Wiener Umweltanwaltschaft

Marion Jaros, Andrea Schnattinger

In der Wiener Smart City Strategie wurde das Ziel formuliert, die lokalen Treibhausgasemissionen pro Kopf gegenüber dem Basisjahr 2005 bis 2030 um 50 Prozent und bis 2050 um 85 Prozent zu senken. Erreicht werden sollen diese Ziele im Wesentlichen durch eine Energiewende. Zugleich soll der gezielte Einsatz von mehr Stadtgrün und kühlem Nass lokale Temperaturanstiege in der Stadt dämpfen.

Aber inwiefern ist die angepeilte Energiewende auch eine Mobilitätswende? Und wieviel Wasser wird die Stadt in Zukunft zur Verfügung haben, wenn die bisherigen Modellrechnungen zur Erwärmung der Stadt und des Planeten ständig von der Realität übertroffen werden?

Die Wiener Umweltanwaltschaft zeigt anhand aktueller Messdaten auf, wie viel rascher die Erderhitzung voranschreitet, als es von der Wissenschaft bisher modelliert wurde.

Und sie möchte mit den Anwesenden eine spannende und offene Diskussion darüber führen, was dies für die Kommunikation mit der Wiener Bevölkerung und die künftige Wiener Klimapolitik bedeuten könnte, sowie gemeinsam mit den TeilnehmerInnen kreative Ideen für unkonventionelle Lösungsansätze entwickeln.

Sa 16:00 - 18:00

Sonntag 10 Nov 2019

09:30 - 11:00 Nr.4 Parallel-Workshops

Die Agenda 2030: mit den nachhaltigen Entwicklungszielen das Klima wandeln

Susanne Paschke

Wir leben auf dem Planeten Erde, befriedigen unsere Bedürfnisse und greifen durch unser Dasein und Ihren Lebensstil folglich in die Natur ein. Alle Menschen auf der Welt sind in unterschiedlichem Ausmaß an den Ursachen des Klimawandels beteiligt, aber auch ungleich von seinen Auswirkungen betroffen. Demnach handelt es sich hierbei um keine räumlich begrenzte Erscheinung, sondern um eine globale Herausforderung, die die Aufmerksamkeit der gesamten Menschheit fordert.
Der Schutz des Klimas ist fest in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen verankert. Mit dem Ziel 13, „Maßnahmen zum Klimaschutz“ wird aufgerufen, umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen zu ergreifen. Das betrifft die großen Institutionen, die Politik, die Wirtschaft, aber auch jede/n Einzelne/n, um die Erde als diesen außergewöhnlichen Ort für zukünftige Generationen zu erhalten. 
Im Workshop werden wir uns auf vielfältige, interaktive und auch kritische Weise mit den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) auseinandersetzen und uns im Besonderen darauf konzentrieren, was es braucht, um der Klimakrise zu begegnen und welchen Beitrag jede/r Einzelne leisten kann.

Susanne Paschke, Bildungsreferentin bei Südwind Studium der Germanistik sowie Geographie und Wirtschaftskunde auf Lehramt an der Universität Wien. Seit Herbst 2011 bei Südwind als Bildungsreferentin und Projektleiterin zum Globalen Lernen tätig.
So 09:30 - 11:00

Facebook, Instagram & Co: Können wir damit das Klima retten?

JenniferBauderer (Generation Earth)

Egal ob du ein Fan des von Facebook, Instagram & Co bist oder nicht, Tatsache ist, dass sie ein mächtiges Werkzeug sein können.  Aber stimmt es, dass wir nur motiviert sind auf „Gefällt mir“ zu klicken und uns dann als Klimaaktivist*in sehen? Wie können wir das Internet und Social Media nutzen, um Aktionen und Aktivismus zu fördern?  Welche Instrumente gibt es und wie können wir damit Wandel in Politik und Gesellschaft vorantreiben? Anhand von Beispielen und Diskussionen werden wir untersuchen, wie man zu einem richtigen Changemaker wird.

Bei Generation Earth ist Jennifer Bauderer hauptsächlich für das Kommunikationsmanagement zuständig. Sie koordiniert die Website und die damit verknüpfte Online-Community, versendet und gestaltet den Generation Earth-Newsletter, erstellt Texte und Designs für Werbematerialien und unterstützt die einzelnen Projektteams bei der Bewerbung ihrer Events und Aktivitäten.
So 09:30 - 11:00

Klimaneutrales Österreich – Wie schaffen wir das?

Mathias Kirchner (BOKU)

Welche Maßnahmen sind notwendig, um unsere Gesellschaft und Wirtschaft zukunftsfähig zu gestalten? Wie kann Österreich seinen Beitrag zum Paris Abkommen einhalten? Nach einem kurzem Brainstorming zu möglichen Klimaschutzmaßnahmen, wird der wissenschaftliche Referenz-Nationaler Energie- und Klimaplan des CCCA vorgestellt. Anschließend liegt es an den WorkshopteilnehmerInnen, die darin enthaltenen Maßnahmen, basierend auf Ihren Wertvorstellungen auszuformulieren (z.B. welche Steuern führt man ein und wie hoch? was wird wann verboten?). Die vorgeschlagenen Ausformulierungen werden dann ad-hoc auf ihre Wirkung und Nebenwirkungen (z.B. soziale und ökologische Effekte) gemeinsam diskutiert.

Mathias Kirchner ist Senior Scientist am Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit an der BOKU, wo der die Foresight Forschungsgruppe leitet. Thematischer Angelpunkt seiner Forschungsaktivitäten ist die nachhaltige Entwicklung (u.a. Klimawandel und Landnutzung, Energie, CO2-Steuerreformen, Digitalisierung, Klimaschutz) und er arbeitet leidenschaftlich gerne in interdisziplinären Forschungsgruppen, die versuchen die großen Herausforderungen zu modellieren.
So 09:30 - 11:00

UN-Jugenddelegierten Output Dokument

Pauline Trepczyk & Miriam Schönbrunn

So 09:30 - 11:00

Warum es soziale Bewegungen braucht, um die Klimakrise zu lösen

Lukas Liebmann (System Change not Climate Change!)

Die
Klimakonferenzen haben viele Ansätze hervorgebracht, die lediglich von den
Ursachen der Klimakrise ablenken und sogar zu noch größeren Ungerechtigkeiten
und Ungleichheit führen: Sowohl bestehende Emissionshandelssysteme zur
Reduktion von Treibhausgasen, darin geregelte flexible Mechanismen, wie der
Clean Development Mechanism (CDM), sowie Instrumente des
Biodiversitäts-Offsettings sind Lösungsstrategien, durch die sich Unternehmen
und Konzerne von ihrer Verantwortung für die Klimakrise und Naturzerstörung
„freikaufen“ können. Durch Instrumente wie REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation
and Degradation), Climate Smart Agriculture (CSA) oder Blue Carbon werden neue
Profitmöglichkeiten für Konzerne und Finanzmärkte geschaffen. Demgegenüber
werden oft lokale Bevölkerungsgruppen ausgeschlossen, noch vorhanden natürliche
Ressourcen regional zu nutzen und zu schützen, um an einer gerechter und
globaler Lösung mitzuwirken. Die propagierten Strategien geben vor, durch
wirksame und wirtschaftlich effiziente Methoden die Klimakrise zu beschränken.
Währenddessen verschärft ein Festhalten an einem konsumorientierten Lebensstil
und einer extraktivistischen und profitorientierten Wirtschaftsweise die
Klimakrise noch weiter.

In diesem Workshop wollen wir gemeinsam klären, warum es den Prozess der heute
stattfinden Klimaverhandlungen innerhalb der Klimarahmenkonvention zu
kritisieren gilt. Wir wollen diskutieren, warum es zur Festlegung welcher
Lösungsstrategien kommt und aufzeigen welche Ungerechtigkeiten durch das sogenannte
"klimaneutrale Wirtschaften" hervorgerufen werden. Außerdem möchten
wir diskutieren welche anderen Handlungsräume es neben den Konferenzen gibt, um
die Klimakrise zu bekämpfen. Bei den aktuell stattfindenden Verhandlungen
müssten grundlegende globale Lösungen der Klimakrise unter Miteinbezug der
Zivilgesellschaft verhandelt werden: Wie sieht ein globaler Wandel hin zu einem
guten Leben für alle unter Einhaltung ökologischer Grenzen aus?

Lukas Liebmann ist Doktoraststudent an der TU Wien im Bereich der Energiewirtschaft und ehrenamtlich seit 2015 bei System Change not Climate Change (SCnCC) tätig.
So 09:30 - 11:00

YOUTH ACTION NOW: Beteiligungsprozesse & Engagement

Harald Rechberger (Verein für Ökovernetzung)

Wir leben in Zeiten der Veränderung auf vielen Ebenen. Leider passiert es viel zu oft, dass bei Entscheidungen & Prozessen über wichtige Zukunftsthemen die Stimme von Jugendlichen oder Betroffenen viel zu wenig beachtet oder überhaupt miteinbezogen wird. 

Wie kann Beteiligung und Partizipation aussehen? Wie kann ich Jugendliche in Entscheidungsfindungsprozesse miteinbeziehen? Diese und mehr Fragen werden wir im Workshop dank vieler Methoden (die wir selber ausprobieren) hoffentlich beantworten können!

Harald Rechberger ist Lehrer im BRG Hamerling in Linz und Umwelt- und Erlebnispädagoge. Als Trainer arbeitete er in diversen außerschulischen Einrichtungen mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und organisiert seit mehreren Jahren die Öko-Projektwerkstatt. Neben einem Workshop-Portfolio zu den Bereichen Berufsorientierung, Teambuilding, Menschenrechtsbildung und Politischer Bildung, gilt sein Interesse den Themen Umweltgeschichte, Globales Lernen, Partizipationsprozessen und den SDGs.
So 09:30 - 11:00

14:00 - 16:00 Open Space

Dein Projekt - durch unsere LCOY

LCOY Austria Team

DIE Session, um das eigenene nachhaltige Projekt zu konkretisieren. Mit anderen darüber zu reden, Feedback bekommen, vernetzen & Team aufbauen.

So 14:00 - 16:00

How to LCOY/Wie organisier ich eine LCOY

LCOY organizers

Find out from organizers of the LCOY Austria and present European LCOYs about the experience in organizing LCOYs. Lots of dreams & plans, total fails & best practices and event management hacks included. Just come chat with us, we don`t bite. (in English/German)

So 14:00 - 16:00